Standpunkt Wohnungsbau

Ein Wort vorweg: Die Schaffung von dringend benötigtem neuen Wohnraum im größeren Stil setzt die Entwicklung neuer Baugebiete durch die Aufstellung von Bebauungsplänen voraus. Dabei ist die Gestaltung einer Gemeinde durch Bebauungspläne die Königsdisziplin der Gemeindevertretung. Hierdurch bestimmt sie für viele Jahre das Gesicht einer Gemeinde. Die Bürgermeisterin mit ihrer Verwaltung hat hierbei eine vorbereitende und begleitende Funktion. Das Aufstellungsverfahren eines Bebauungsplanes entwickelt sich im Dialog zwischen dem Planungsbüro und der Gemeindevertretung im Rahmen eines gesetzlich vorgegebenen Verfahrens. Die Festsetzungen der Bebauungsmöglichkeiten  im Bebauungsplan unterliegen dann allein der Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung.

  • Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde von großer Bedeutung. Die Nachfrage nach den Grundstücken in der Blumenkoppel zeigt, wie sehr sich unsere Bürger Baumöglichkeiten in Timmendorfer Strand wünschen. Darum müssen wir neue Baugebiete erschließen. Durch den Bau von Wohnungen entlasten wir den Wohnungsmarkt durch das Freiwerden der bisherigen Wohnungen.
  • Bevor ein Bebauungsplan aufgestellt wird, empfiehlt es sich, die hierfür notwendigen Ländereien zu erwerben. Nur so kann die Gemeindevertretung ohne Einfluss eines privaten Grundeigentümers die Bauflächen überplanen. Auch wirkt sich eine überlegte und nachhaltige Baulandbevorratung günstig auf die Preisgestaltung aus. Ackerland ist preiswerter als Bauerwartungsland. So wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum durch Quersubventionen erst möglich.
  • Wie dann auf dem kommunalen Bauland ein Bebauungsplan entsteht, unterliegt allein den Dispositionen und der Gestaltungsfreiheit der Gemeindevertretung im gesetzlich vorgegebenen Rahmen des Baugesetzbuches. Insbesondere die Art der Bebauung, die Größe der Grundstücke, die Gestaltung der Verkehrsflächen, die zeitlichen Abläufe und viele Dinge mehr entwickeln sich im Laufe des Aufstellungsverfahrens im Dialog zwischen Gemeindevertretung, Bürgern und Planer.
  • Durch das Baugesetzbuch wird vorgeschrieben, dass eine Bürgerbeteiligung stattzufinden hat. In dieser Bürgerbeteiligung haben alle Bürger die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken vorzutragen. Diese Bürgerbeteiligung fließt in das Planverfahren ein.
  • Durch entsprechende Festsetzungen in den Bebauungsplänen verfolgt die Gemeinde das Ziel, Wohnraum für Einheimische zu schaffen.
    Wir beobachten die zunehmende Verdrängung unser einheimischen Bürger aus dem hiesigen Wohnungsmarkt durch überteuerte Kaufpreise und Mieten. Dieser Verdrängungsprozess erfolgt in erster Linie durch Zweitwohnungen. Daher ist es mein Ziel, durch die konsequente Anwendung des novellierten Baugesetzbuches das Neuentstehen von Zweitwohnungen zu verhindern.
  • Außerdem wird die Gemeinde durch entsprechende Festsetzungen in den Bebauungsplänen regeln, wo Dauerwohnraum für unsere Bürgerinnen und Bürger gesichert werden soll und wo Ferienwohnungen entstehen können.

 

 

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