Vorstellung der Bewerber um das Bürgermeisteramt in Timmendorfer Strand, Haus des Kurgastes, Niendorf

Sehr geehrter Herr Tscheuschner,

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich freue mich, dass Sie so zahlreich ins Haus des Kurgastes hier in Niendorf gekommen sind, um die Bewerber für das Bürgermeisteramt kennen zu lernen. Für mich ist das heute Abend eine besondere Situation.

Obwohl Sie mich bereits seit sechs Jahren kennen, folge ich gerne dem demokratischen Gebot, heute Abend bei Ihnen, meine Damen und Herren, für meine Wiederwahl zu werben.

Nach einer persönlichen Vorstellung möchte ich Ihnen die kommunale Entwicklung in den letzten sechs Jahren darstellen. Und dann werde ich Ihnen berichten, was ich in der nächsten Amtszeit für Timmendorfer Strand – und natürlich auch für Sie hier in Niendorf – erreichen möchte, also, was Sie von mir erwarten können.

Ich bin 38 Jahre alt, ledig und habe keine Kinder. Aufgewachsen bin ich in Rendsburg, habe dort mein Abitur gemacht und anschließend in Kiel Rechtswissenschaften studiert. Danach habe ich fünf Jahre lang in Rendsburg als Rechtsanwältin gearbeitet und bin dann 2012 von Ihnen zu Ihrer Bürger-Bürgermeisterin gewählt worden.

Der Blick zurück auf die vergangenen sechs Jahre zeigt, dass wir mit der Leistungsbilanz einverstanden sein können.

Dabei ist mir eines wichtig: Die Leistungen der letzten Jahre sind nicht das Werk einer einzelnen Person. Erfolgreich können wir nur alle gemeinsam sein. Nur durch das abgestimmte Zusammenwirken von Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, zusammen mit den Vereinen und Verbänden, dem Handel und Gewerbe, der Kommunalpolitik und der durch mich geführten Gemeindeverwaltung kann unsere Gemeinde sich positiv weiterentwickeln.

So hat sich Timmendorfer Strand in den letzten Jahren immer mehr zu einer stabilen starken Gemeinde mit der Angebotsvielfalt und Infrastruktur einer lebhaften größeren Stadt entwickelt und sich dennoch den Charme eines Ostseestrandbades erhalten.

Aus den vielen Gesprächen in meinen Bürgersprechstunden, beim Einkauf, beim Sport oder am Strand weiß ich, dass viele von Ihnen mit der Entwicklung unserer Gemeinde zufrieden sind und sich hier in Timmendorfer Strand sehr wohl fühlen.

Und ich habe auch gehört, dass es einigen unter uns mit der Entwicklung manchmal nicht schnell genug geht.

So ist es nun mal im Leben: Es allen recht zu machen, ist eines der schwierigsten Dinge.

In der Kürze der Zeit will ich nur auf drei konkrete Projekte hinweisen:

  • die Seebrücke in Niendorf mit dem Niendorfer Balkon hat Niendorf ein wunderschönes neues Gesicht verliehen.
  • In den vergangenen Jahren haben wir nach und nach und konsequent einen Teil unseres kommunalen Straßennetzes saniert, so die Strandallee und die Rodenbergstraße.
  • Und wir haben den alten Sydow-Parkplatz zu einem Großparkplatz neugestaltet und eine Anbindung zur B 76 geschaffen. Damit konnte endlich der langersehnte Lebensmittelmarkt in Niendorf eröffnen.

Ja, meine Damen und Herren, wir können stolz zurückblicken, dürfen uns aber nicht zufrieden zurücklehnen. Denn die Entwicklung geht weiter.

So haben wir in den letzten Jahren zahlreiche wichtige Projekte begonnen.

Auch hier will ich nur wenige Beispiele nennen.

In diesem Jahr wollen wir das touristische Ortsentwicklungskonzept vorantreiben. Mit dem Konzept schaffen wir uns die Grundlage für die künftige touristische und städtebauliche Entwicklung in den nächsten 15 Jahren. So sichern wir die Zukunft unserer Gemeinde als erste touristische Adresse in der Lübecker Bucht.

Im Rahmen des „Bürgerdialogs“ konnten alle Bürger, Vereine und Verbände sowie die Kinder und Jugendlichen  an der künftigen Entwicklung unserer Gemeinde mitarbeiten. Die Auswertung der Ergebnisse  sind auf der Homepage unserer Gemeinde veröffentlicht.

In den nächsten Jahren wollen wir einen „Aktionsplan Inklusion“ entwickeln.

Ziel ist es, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung, gleich welchen Alters, Geschlechtes oder Herkunft bei uns willkommen sind und ohne Barrieren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Dafür haben wir eine ganze Reihe von Hindernissen im öffentlichen Raum durch einen Fragebogen und durch  Ortsbegehungen aufgespürt. Denn ein Problem kann nur dann beseitigt werden, wenn es bekannt ist.

Ich persönlich werde mit meiner ganzen Kraft dafür eintreten, dass der Aktionsplan bei allen Planungen und jedem Bauprojekt berücksichtigt wird.

Denn Barrierefreiheit ist für 10% der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 % notwendig und für 100 %, also für uns alle, komfortabel und kann daher ein absolutes Qualitätsmerkmal für unsere Gemeinde werden.

Schließlich möchte ich auf die Entwicklung des Wohnungsneubaus in unserer Gemeinde eingehen. Wir lösen damit unser Versprechen ein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Mit der Erschließung des Neubaugebietes „Blumenkoppel“ können in diesem Frühjahr die ersten Familien ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen.

In diesem Baugebiet entstehen insgesamt 41 Grundstücke für Einfamilienhäuser sowie zwei Grundstücke für Mehrfamilienhäuser mit rund 70 Mietwohnungen.

Der Bedarf ist nach wie vor groß. Auf die 41 Grundstücke haben sich über 200 Familien beworben.

Wir müssen also weitere Neubaugebiete erschließen, wenn wir eine wachsende Gemeinde mit jungen Familien bleiben wollen. Neubaugebiete sind die Kinderstube einer jeden Gemeinde, und Familien mit Kindern sind die Voraussetzung für die Bestandssicherung unserer Schulen.

Und auch bezahlbarer Wohnraum für das Fachpersonal unserer Hotellerie und  Gastronomie ist die Voraussetzung für eine florierende Weiterentwicklung des Tourismus. So vermeiden wir für unsere Gemeinde den „Sylteffekt“ mit unzumutbaren Arbeitswegen.

Voraussetzung für weiteren Wohnungsbau ist der Erwerb weiteren Baulandes. Ich weiß, dass es gerade hier bei Ihnen in Niendorf darüber kontroverse Diskussionen gibt. Darum will ich wegen der Kürze der Redezeit an dieser Stelle nur einige grundsätzliche Punkte nennen. Wir können das Thema dann gerne in der anschließenden Diskussion vertiefen.

Wichtig ist es, dass die Gemeinde Bauland bevorratet, damit die Gemeindevertretung auf eigenen kommunalen Flächen unsere Gemeinde in städtebaulicher Hinsicht weiterentwickeln kann. So ist die Gemeindevertretung freier in ihren Planungen, der Geldbeutel der Bauherren wird geschont und die Verkaufserlöse können gezielt für die Subventionierung bezahlbaren Wohnraums eingesetzt werden.

Aus Kostengründen sollte der Ankauf der Flächen vor der Überplanung stehen. Ackerflächen sind preiswerter als Bauland. Wie dann die Flächen bebaut werden, unterliegt der Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung.

Und schließlich muss die Entwicklung eines Baugebietes durch die Mitbestimmung der Bürger begleitet werden. Sie alle werden also in einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben, bevor die Gemeindevertretung einen Bebauungsplan beschließt.

Zehn Minuten sind schnell vorbei. Meine Damen und Herren, es gibt ganz viele Themen, die ich nicht ansprechen konnte, so zum Beispiel die Sanierung des Eissport- und Tenniszentrums, den Neubau der Maritim-Seebrücke, die Schienen-Hinterlandanbindung und nicht zuletzt den Neubau der Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehäuser in Großtimmendorf und Hemmelsdorf, und, und, und…

Diese Themen können Sie gerne in der anschließenden Fragerunde aufgreifen

Sprechen Sie mich also gerne an, auch nach dem heutigen Abend. Ich bin für Sie da.

Wer mich wählt, entscheidet sich

  • für einen offenen und bürgernahen Politikstil
  • für Kontinuität und Verlässlichkeit in der Amtsführung
  • für neue Ideen, die uns alle in Timmendorfer Strand voranbringen

Meine Damen und Herren, kommen Sie am 22. April zur Wahl. Bringen Sie dabei auch Ihre Verwandten, Freunde und Nachbarn mit. Durch das Kreuz bei meinem Namen entscheiden Sie für meine zweite Amtszeit in Timmendorfer Strand.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.

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