Dialog

Antwort der Kommunalaufsicht LN vom 04.05.2018

Email vom 4. Mai 2018


Sehr geehrte Frau E.,
sehr geehrte Mitleser,

die Kommunalaufsicht hat die Auffassung Ihrer Partei, Frau E., und zwar den G., im wahrsten Sinne des Wortes eine „Klatsche“ verpasst. Auch meine Auffassung, dass die Bürgermeisterin doch wohl der Gemeindevertretung Vorschläge in puncto Baulandsbeschaffung unterbreiten soll, wurde von der Kommunalaufsicht bestätigt.

Im letzten Absatz meiner Mail vom 19.04.2018 an Sie, Frau E., habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich von den G. eine Entschuldigung gegenüber Frau Kara in den LN erwarte. Mal sehen, ob die G. die Größe besitzen und den Vorwurf der Lüge, die Frau Kara angeblich getätigt haben soll, zurücknehmen.

Seien Sie versichert, ich bleibe am Ball, egal wie die Bürgermeisterwahl ausfällt.

M. f. G.
Helmut Ganß

P.S. : Diese Mail gebe ich zur Veröffentlichung frei

Meine Antwort


Lieber Herr Ganß,

tatsächlich ist die Antwort der Kommunalaufsicht so ausgefallen, wie Sie es vorausgesagt haben und wie auch ich es erwartet habe. Und so werde ich mich entsprechend dem mir auch von der Kommunalaufsicht attestierten Initiativrecht, insbesondere aber auch im Einvernehmen mit der Mehrheit der Gemeindevertretung und natürlich im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig für die Entwicklung weiterer Baugebiete einsetzen. Denn die Schaffung bezahlbaren Wohnraums dient nicht nur einer positiven demographischen Entwicklung – Neubaugebiete sind nämlich die Kinderstube einer jeden Gemeinde – sondern auch einer Reduzierung des Mietenniveaus. Da alle Parteien im Kommunalwahlkampf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums auf ihre Fahnen geschrieben haben, handele ich somit in einem großen kommunalen Konsens.

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Viel Erfolg

Email vom 3. Mai 2018


Liebe Frau Kara,

Wir haben das große Glück ein Grundstück im Neubaugebiet Blumenkoppel ergattert zu haben und damit wird unser großer Traum vom Haus am Meer nun tatsächlich Wirklichkeit. Wir sind Ihnen für die Entscheidung Bauland in Niendorf zu schaffen auf ewig dankbar und drücken die Daumen für viele andere junge Familien, dass noch weitere kostengünstige Baugebiete in Niendorf erschlossen werden können. Vielen Dank auch für Ihren Einsatz beim Ausbau der Kinderbetreuung! Wir freuen uns bald nach Niendorf zu ziehen und hoffen, dass Sie dann weiterhin Bürgermeisterin sind und die Gemeinde weiterhin so familienfreundlich nach vorne treiben.

Herzliche Grüße und viel Erfolg am Sonntag!
C.H.

Meine Antwort


Liebe Frau H.,

Vielen Dank für Ihre guten Wünsche für den kommenden Sonntag. Es freut mich, dass die kommunalpolitischen Erfolge meiner ersten Amtsperiode bei den Bürgern so gut ankommen. Mit dem Zuzug junger Familien ins neue Zuhause nach Niendorf wird Timmendorfer Strand wieder ein klein wenig jünger und kinderreicher. Denn Neubaugebiete sind die Kinderstube unserer Gemeinde. Das war und ist ein zentrales Ziel der gesamten Kommunalpolitik, sowohl der Gemeindevertretung wie auch der Bürgermeisterin. Mit dem Kreuz bei meinem Namen sichern die Wählerinnen und Wähler am kommenden Sonntag, dass es bei dieser positiven Entwicklung bleibt.

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Bürgermeisterwahl in Timmendorfer Strand

Email von Herrn Halenza


Presseerklärung mit der Bitte um Veröffentlichung

Auch ich hätte gerne mehr für Timmendorfer Strand voran gebracht, so wie es die Kritiker von Frau Kara ihr anlasten. Doch gemessen an den eigenen Ansprüchen hat vor allem die Politik versagt. Frau Kara hat sich trotz mangelnder Zuarbeit durch die Politik hinter alle Anforderungen aus der Politik gestellt und sie vorangetrieben. Und eigene Maßnahmen ergriffen, z.B. beim sozialen Wohnungsbau erfolgreich die Rahmenbedingungen verbessert und Baumaßnahmen in Gange gebracht.

Frau Kara steht hinter dem Beschluss, das ETC zu renovieren. Es ist die Politik, die alles aufhält und wieder von vorne anfängt, von einem Neubau zu reden. Manche wohl auch in der Hoffnung, das Projekt noch zu verhindern.

Herr Wagner hat ein sympathisches Auftreten, aber er wäre ein Bürgermeister, dessen Ausbildungsstand und fachliches Wissen weit hinter dem der führenden Mitarbeiter im Rathaus zurück bleibt. Inhaltlich hat er gesagt, was ihm von die ihn unterstützenden Parteien und Wählergemeinschaften erzählt haben. Er kommt halt nicht von hier.

Wir sollten Frau Kara eine weitere Amtszeit als Bürgermeisterin geben. Sie wird eine Bürgermeisterin bleiben, die sich um die Bürger kümmert und sich nicht von der Politik vereinnahmen lässt.

Udo Halenza
Unabhängiger Wahlkreiskandidat WK 1
Gemeinde Timmendorfer Strand

Meine Antwort


Lieber Herr Halenza,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme zu wichtigen kommunalen Themen der jüngsten Zeit in Timmendorfer Strand. Ihre zutreffende Einschätzung teile ich. Da am kommenden Sonntag mit der Kommunalwahl die Gemeindevertretung eine veränderte Zusammensetzung erhält, setze ich darauf, dass unsere Bürger den Kandidatinnen und Kandidaten bei der Wahl den Vorzug geben, die Timmendorfer Strand voranbringen wollen.
Dabei muss das Gemeinwohl für die Bürgerinnen und Bürger vor Eigennutz stehen. Und die vielen in der letzten Zeit begonnenen Projekte müssen erfolgreich zu Ende geführt werden. In Ihnen – wie auch einer ganzen Reihe anderer Kandidatinnen und Kandidaten – sehe ich hierbei eine gute Zukunft.
Nochmals herzlichen Dank für Ihre klaren Worte.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Wahlempfehlung von Dieter W. Metz

Brief von Herrn Metz


Verbunden mit meinem Dank an meine Wählerinnen und Wähler möchte ich zur Bürgermeister-Stichwahl am 6. Mai eine Wahlempfehlung aussprechen und die Wiederwahl der amtierenden Bürgermeisterin Hatice Kara empfehlen.

Hatice Kara ist fachlich kompetent, kennt als Amtsinhaberin alle Strukturen und Projekte der Gemeinde und verfügt über ein bestehendes gutes Netzwerk. Sie ist als Bürgermeisterin überparteilich und unabhängig und somit nach der Wahl auch niemandem etwas schuldig.

Bei dem Tross an Unterstützern aus Teilen der Geschäftswelt und den unterstützenden Parteien, die hinter dem Kandidaten Robert Wagner stehen, sehe ich bei ihm diese Unabhängigkeit nicht!

Die Gemeinde Timmendorfer Strand darf nicht von einem Bürgermeister geleitet werden, der so eng mit den unterstützenden Parteien verbunden ist. Das würde den „Ausverkauf“ dieser schönen Ostseegemeinde bedeuten, in der noch viel zu tun ist.

Ich traue der jetzigen Bürgermeisterin zu, noch viele gute und wertvolle Impulse für die Gemeinde zu geben. Nach meinem Befinden wird sie eine erfolgreiche, zweite Amtszeit abliefern, ohne von Parteien etc. gesteuert zu werden, einfach im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Ich empfehle daher meinen Wählerinnen und Wählern und allen wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern, am 6. Mai zur Wahl zu gehen und ihr Kreuz bei Hatice Kara zu machen!

Sehr wichtig ist dabei aber auch eine neue Zusammensetzung der Gemeindevertretung und der Chance auf einen neuen Politikstil für unsere Gemeinde. Durch eine neue politische Vereinigung in Timmendorfer Strand gibt es eine wirkliche Alternative zur bestehenden Parteienlandschaft, die mit der Kommunalwahl ebenfalls am 6. Mai gewählt werden kann.

Dieter W. Metz

Meine Antwort


Lieber Herr Metz,

vielen Dank für Ihre Wahlempfehlung, in der Sie sich für meine Wiederwahl aussprechen. In der Bürgermeister-Wahlkampagne habe ich unsere Begegnungen stets als fair und wertschätzend und unter Wahrung des gebotenen Respekt für die Meinung des anderen empfunden. Dafür bedanke ich mich.

Ebenso teile ich Ihre Auffassung, dass sich mit einer neu aufgestellten Gemeindevertretung viele kommunale Pläne sowie bereits angeschobene Projekte in Timmendorfer Strand neu bewerten und bewegen lassen. Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag bietet hierzu die Gelegenheit.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Wahlempfehlung von Herrn Kockel

Brief von Herrn Kockel

Liebe Wählerinnen, liebe Wähler,

vorab danke ich Ihnen von Herzen, dass Sie mir zur Bürgermeisterwahl am 22.04. Ihr Vertrauen geschenkt haben. Als Dankeschön möchte ich am 09.05.18 ein kleines Fest geben. Mit 12,5 % der Stimmen hat mich immerhin jeder 8. Wähler gewählt und das möchte ich feiern und Sie, meine Wählerinnen und Wähler, persönlich kennen lernen.

Ihre Wahlentscheidung im Finale ist höchstpersönlich und ich will meinen Wählern keinen anderen Kandidaten aufdrängen. Ich kann nur für mich persönlich sprechen. Für mich steht fest, dass ich Hatice Kara mit meiner Stimme am 6. Mai unterstützen werde. Frau Kara ist fachlich kompetent, als Bürgermeisterin überparteilich, mutig und unsteuerbar. Ich habe Frau Kara durch den Wahlkampf kennengelernt und bin von der Bürgermeisterin nun menschlich und charakterlich überzeugt. Wie ich es in einigen Vorstellungsrunden bereits erwähnt habe, sehe ich die Hauptschuld der durchschnittlichen Leistungsbilanz in ihrer Amtszeit bei der Gemeindevertretung. Diese hat Frau Kara quasi vom ersten Tag ihrer Amtszeit an sabotiert und gemobbt, anstatt das deutliche Votum der Bürger bei der Bürgermeisterwahl 2012 zu akzeptieren und konstruktiv mit der neuen Bürgermeisterin zusammenzuarbeiten. Durch Blockaden, Vorwürfe und Streit haben überwiegend die Fraktionen, die heute Herrn Wagner unterstützen, auf Kosten unseres Ansehens bei den Nachbarn, im Kreis und Land sowie einer besseren Ortsentwicklung, die Bürgermeisterin aktiv bekämpft und versucht, als Sündenbock darzustellen.

Heute – 6 Jahre später- wird der Allianzkandidat, der keine relevante Amtskompetenz nachweisen kann, ins Blaue hinein mit Fähigkeiten und Eigenschaften beschmückt, die bestenfalls spekulativ sind. An den Parteiständen wird der Kandidat abenteuerlichst über den grünen Klee gelobt, die gebotene sachliche Zurückhaltung sowie die übliche Fairness inklusive Respekt gegenüber den anderen Kandidaten, waren an den Ständen des Wagner-Lagers und in den Vorstellungsrunden oft Fehlanzeige, zusätzlich wurde der eigene Kandidat mit einem einzigartigen Wahlkampfbugget von kolportierten mindestens 50000 € ausgestattet.

Dieser erdrückende Support macht den Kandidaten Wagner, der sichtbar gut dressiert und gebrieft wurde, sich allerdings selbst im Wahlkampf überwiegend anständig verhalten hat, für mich zu einer austauschbaren und profillosen Randfigur in einem entarteten Machtkampf ums Rathaus. Der/die befähigte BürgermeisterIn sollte vom unbeeinflussten Volk gewählt und eben nicht unter Einsatz aller Mittel indirekt von der Mehrheit der Gemeindevertreter und von Geschäftsleuten gekauft und installiert werden, um persönliche Interessen und Animositäten zu befriedigen.

Dieser Tanz um das goldene Kalb ist beängstigend und ich bin erschüttert, dass dieser Plan im ersten Wahlgang aufgegangen ist. Mein allergrößter Respekt gebührt daher Frau Hatice Kara, die sich niemals auf dieses Niveau herabbegeben hat, stets alleine ihre Frau steht und fair kämpft.

Sven Markus Kockel

Meine Antwort

Lieber Herr Kockel,

vielen Dank für Ihre Unterstützung in der Stichwahl. Auch ich habe unsere Begegnungen in der Bürgermeisterwahlkampagne immer als fair und respektvoll empfunden, auch wenn wir beide um das gleiche Ziel gerungen haben.

Wahlkämpfe gehören zur Demokratie wie das Salz in der Suppe. Dabei war und ist es mir immer wichtig, meinen Mitbewerbern mit der gebotenen Wertschätzung und dem gebührenden Respekt gegenüber zu treten. Schließlich geht es letztendlich darum, für die eigenen Pläne und Ziele zu werben und so die Wählerinnen und Wähler zu überzeugen. Dafür kämpfe ich nun weiter bis zur Stichwahl am 6. Mai.

Ich freue mich, dass ich dabei Ihre persönliche Unterstützung habe. So kann ich vielleicht Ihre bisherigen Wähler gewinnen und überzeugen, am Stichwahl-Sonntag zur Wahl zu kommen und das Kreuz bei meinem Namen zu machen. Jede Stimme zählt!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Offener Brief von Herrn Ganß

Email von Herrn Ganß

Sehr geehrte Frau E.,
sehr geehrte Mitleser,

heute wende ich mich an Sie, Frau E., als F. der G.. Anlässlich meiner Recherchen zeichnet sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ab, dass der Herr H. ein Verwandter von Ihnen ist. Herr H. hat sich bereits dreimal negativ über Frau Kara in puncto ihrer Bemühungen, Bauland ausfindig zu machen, geäußert, und nun zuletzt in übelster Weise, und zwar „vorsätzliche, bewusste Lüge“. Als Bürgermeisterin soll sie doch wohl der Gemeindevertretung Vorschläge unterbreiten, das ist doch wohl gang und gäbe, oder? Nun erkenne ich wohl die Zusammenhänge, und zwar dergestalt, dass Sie, Frau E., ihren Verwandten animiert haben, Frau Kara unter Beschuss zu nehmen. Aus meiner Sicht eine fiese Taktik. Warum schieben Sie einen Verwandten vor, haben Sie nicht den Mut selbst Ihre Meinung zu dem Komplex zu äußern? Na ja, aus meiner Sicht kann man den Grünen sowieso nicht mehr trauen.

Das beste Beispiel ist doch wohl der bisherige Grünen-Umweltminister Habeck. In der rot-grünen Koalition war er gegen die FBQ, in der Jamaika-Koalition ist er nun plötzlich dafür. Der Machterhalt steht bei ihm wohl im Vordergrund. Bezüglich seines Verhaltens habe ich ihm per E-Mail seinerzeit den Spiegel vorgehalten. Geantwortet hat er zwar nicht, aber er weiss immerhin, es gibt mündige Bürger, die sein Verhalten kritisieren.

Dass die Timmendorfer Grünen nun aus allen Rohren schießen, und zwar so kurz vor der Bürgermeisterwahl,  hat für mich ein Geschmäckle. Schnell noch die Kommunalaufsicht einschalten, die dann bis zur Bürgermeisterwahl nicht mehr antworten wird, so dass da erst einmal ein Manko hängen bleibt, ist aus meiner Sicht pervers, anders kann ich dass nicht nennen.

Sofern die Kommunalaufsicht sich der Meinung der Grünen nicht anschließt, und davon gehe ich aus, erwarte ich von den Grünen eine Entschuldigung gegenüber Frau Kara, und zwar in den LN.

M. f. G.
Helmut Ganß

P.S. Gegen eine  Weitergabe meiner Mail habe ich nichts einzuwenden.

Meine Antwort

Lieber Herr Ganß,

vielen Dank für Ihre klaren Worte. In der Tat beschreiben Sie meine Aufgaben als Bürgermeisterin zutreffend. Die vertragliche Vorbereitung des Ankaufs von Bauland gehört zu diesen wichtigen Aufgaben als Vorbereitung der Beschlüsse der Gemeindevertretung. Die Entscheidung über das „ob“ des Einkaufes und das „wie“ der anschließenden Bebauung liegt dann alleine bei der Gemeindevertretung. Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Hatice Kara
Die Bürgermeisterin

Packen Sie es an – Ja, da geht noch was!

Email vom 24. April 2018

Sehr geehrte Frau Kara,

als parteilose Bürgerin Ihrer Nachbar-Gemeinde kam ich nicht umhin, den Bürgermeister-Wahlkampf in Timmendorfer Strand mit zu verfolgen. An allen Ecken blickten mich die Kanditaten/in auf ihren Wahlplakaten an. Besonders häufig und groß fiel mir das Konterfei Ihres Herausforderers, Herrn Wagner, auf. Und dann die Werbung in unseren Wochenblättern – g a n z s e i t i g !  Als Geschäftsfrau ist mir bekannt, wie teuer Werbung ist. Wer hat das wohl bezahlt???? Ist es immer noch so, daß Geld die Welt (in diesem Fall Timmendorfer Strand) regiert?

Nach dem ganzen wochenlangen Wirbel wurde ich am 22.04.18 neugierig auf Ihre Person und habe mir die Dialoge auf Ihrer Homepage angeschaut. Ihr Schreibstil drückt so viel Intelligenz, Höflichkeit, Fairneß und Empathie aus. Ich bin überzeugt, daß Timmendorfer Strand keine bessere Bürger-Vertreterin bekommen kann.

Sehr geehrte Frau Kara, packen Sie es an – Ja, da geht noch was!
Was sind schon 2030 Stimmen von möglichen 7552 ?

Ich drücke Ihnen die Daumen und wünsche viel Kraft, Glück und gutes Gelingen für die Stichwahl am 6.5.18!!!

Mit freundlichen Grüßen
H.L.

Meine Antwort

Liebe Frau L.

Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte und guten Wünsche für die Stichwahl. Auch ich bin zuversichtlich, dass der Wahlsieg gelingen kann, wenn alle Bürgerinnen und Bürger, die mich auch in den letzten Jahren unterstützt haben, am 6. Mai zur Stichwahl kommen und das Kreuz bei meinem Namen machen. Dafür kämpfe ich. Jede Stimme zählt!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Eindrucksvoller Wahlkampf

Email vom 21. April 2018

Sehr geehrte Frau Kara,

ich war in der letzten Woche auf Urlaub in Ihrer Gemeinde und habe natürlich auch die Wahlwerbung etwas beobachtet.

Ich finde Ihre Arbeit in den letzten Jahren, Ihr Konzept für die Wahlwerbung und ihre sympathische, zupackende und ideenreiche Art außerordentlich eindrucksvoll.

Für die Bürgermeisterwahl wünsche ich Ihnen viel Erfolg!!

Viele Grüße aus dem Süden Deutschlands,
U. F.
Kommunalpolitiker aus Bayern/Unterfranken

Meine Antwort

Lieber Herr F.

für Ihre freundlichen Worte bedanke ich mich herzlich.

In der Tat habe ich in den vergangenen Jahren das Amt der Bürgermeisterin mit viel Engagement und Durchsetzungskraft ausgeübt.

Und auch meine Kampagne zur Wiederwahl ist von einem durchdachten Konzept mit vielen guten Ideen, aus meiner Arbeit abgeleiteten Inhalten, einer Vielzahl von öffentlichen Terminen und unzähligen Kontakten zu meinen Bürgerinnen und Bürgern geprägt.

Das zahlt sich hoffentlich heute, am Wahlsonntag durch die Wiederwahl in meine zweiten Amtszeit aus. Das Amt der Bürgermeisterin macht mir viel Freude, und daher möchte es gerne fortsetzen.

Herzliche Grüße zurück in den Süden
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Sie machen einen tollen Job

Email vom 21. April 2018

Liebe Frau Kara,
ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen dass Sie die Wahl noch einmal gewinnen.

Noch nie war Timmendorfer Strand durch so eine ehrliche, offene, sympathische Bürgermeisterin vertreten. Sie machen einen tollen Job, haben immer ein offenes Ohr aber dass wichtigste ist, Sie spielen nicht wie viele Anderen mit falschen Karten. Reden niemanden nach dem Mund, hängen ihre Fahne nicht in den Wind.

Solche Menschen sind rar, deswegen brauchen wir Sie. Ihre Gradlienigkeit brauchen wir.
Ich bewundere Sie und drücke ganz fest die Daumen.

Ganz liebe Grüße
E. M.

Meine Antwort

Liebe Frau M.

für Ihre guten Wünsche für meine Wiederwahl bedanke ich mich herzlich. Gerade auf dem Höhepunkt des Wahlkampfes tut es gut, zustimmende und lobende Worte zu hören. Sie sind der Lohn für eine erfolgreiche, aber auch fordernde und anstrengende Arbeit.

Bürgermeisterin von Timmendorfer Strand zu sein, hat mir in der vergangenen Wahlperiode viel Freude bereitet, und ich habe dabei viele freundliche Menschen kennen gelernt und viele gute Erfahrungen gemacht. So soll es die nächsten sechs Jahre weitergeben.

Herzlich grüßt Sie

Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Altglascontainer und Motorradfahrer

Der Brief von Herrn Sick

Verehrte Bürgermeisterin Kara,

seit Wochen leuchtet mir von Laternenmasten und Plakatwänden ihr freundliches Antlitz entgegen — und ich nehme die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen zum Anlass, Ihnen zu schreiben und Sie wissen zu lassen, dass ich mich über Ihre Wiederwahl sehr freuen würde.

Ich bin ein großer Verfechter des Prinzips „Frauen an die Spitze“ und außerdem überzeugt, dass Sie in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet haben, auch wenn Sie es wahrlich nicht immer leicht hatten.

Ich werde daher am 22.4. mein Kreuz neben Ihrem Namen machen, und ich drücke die Daumen, dass dies auch sehr viele andere tun.

Und sollte Ihre Wiederwahl gelingen, können Sie sich ja vielleicht in Ihrer nächsten Amtszeit mit zwei Kleinigkeiten befassen, die mir sehr am Herzen liegen — genauer gesagt: auf dem Herzen, denn es handelt sich um Dinge, die mich belasten.

Da wäre zum einen der Altglascontainer neben meinem Haus. Seit meinem Einzug in die Strandstraße vor 3 1 / 2 Jahren ist es mir nicht gelungen, mich an den Lärm des zu Bruch gehenden Glases zu gewöhnen. Immer wieder, wenn ich bei der Arbeit an einem neuen Buch auf Gedankenreise gehe, reißt mich das Geschepper und Geklirre aus meinen Überlegungen und hindert mich daran, einen Gedanken zu Ende zu denken.

Es geht aber nicht nur um mich: Der Container steht direkt am Eingang zum Strandpark, der bekanntlich ein Erholungsareal und Sonderkurgebiet ist. Urlauber und Tagesgäste, die auf einer der Bänke Platz genommen haben, zucken zusammen, wenn nur wenige Meter von ihnen entfernt jemand seine Weinflaschen entsorgt. Die anderen Anwohner sehen das genauso. Immerhin ist es uns schon gelungen, mit viel gutem Zureden die Angestellten der Gastronomiebetriebe „Da Angelo“ und „Mein Strandhaus“ (Friedrichsruh) dazu zu bewegen, ihr wöchentlich anfallendes Altglas nicht länger in diesem Container zu entsorgen, zumal die damit verbundenen minutenlangen Zertrümmerungsorgien jeden Anwohner und jeden Kurgast um den Verstand brachten. Altglascontainer gehören an den Siedlungsrand, auf Großparkplätze und Ortsausgänge, aber nicht mitten in Wohngebiete. Und eben schon gar nicht in einen Park, der als Sonderkurgebiet ausgewiesen ist. Zudem stört der Container nicht nur die Ruhe der Anwohner, Kurgäste und Parkbesucher, er ist zudem eine optische Verschandelung, zumal er direkt am Eingang zum Strandpark steht.

Einer der Herbststürme hat eine der letzten Ulmen im Strandpark zu Fall gebracht. Das Entrée des Parks sieht dadurch nun recht kahl und schmucklos aus. Direkt neben dem Container steht ein Transformatorkasten, der natürlich notwendig ist, aber sicherlich schöner gestaltet werden könnte, Vielleicht ließe sich die nötige Aufforstung zum Anlass nehmen, die Eingangssituation zum Niendorfer Strandpark grundsätzlich neu zu gestalten. Unser Kurdirektor Herr Nitz würde Sie darin bestimmt begeistert unterstützen, denn ich glaube, er ist ein Mann mit vielen guten Gestaltungsideen.

Eine weitere Belästigung, unter der nicht nur ich, sondern die gesamte Gemeinde zu leiden hat, sind die Motorradfahrer, die an jedem Schönwettertag unsere Gemeinde in Heerscharen heimsuchen. Viele von ihnen fahren auf Maschinen, deren Auspuff „frisiert“ worden ist und somit nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Der Lärm, den sie erzeugen, liegt deutlich über den zulässigen Werten. Es wäre die Aufgabe der Polizei, gelegentliche Lärmkontrollen durchzuführen und die offensichtlichen Verkehrssünder mit Bußgeldern zu belegen. Bislang scheint die Gemeinde diese Fälle von Gesetzesübertretung stillschweigend hinzunehmen. Dabei sind die Motorrad Ausflügler nicht einmal gewinnbringend für den lokalen Tourismus: Keiner von ihnen übernachtet in Timmendorf, keiner von ihnen speist in einem Restaurant. Sie zahlen nicht einmal Kurtaxe. Sie essen höchstens Pommes Frites am Hafen und trinken dazu ein Bier, dann knattern sie weiter. Dass dafür alle anderen Touristen sowie die Einwohner der Gemeinde unter dem unzulässigen Krach der Maschinen zu leiden haben, ist nicht einzusehen. Liebe Bürgermeisterin Kara, bitte legen Sie unserer Polizei nahe, hier mit Dezibel-Kontrollen gegenzusteuern.

Abschließend möchte ich noch einmal unterstreichen, wie gern ich in dieser Gemeinde lebe und wie wohl ich mich als Niendorfer fühle. Meine Familie hat hier ihre Wurzeln. Mein Urgroßvater Rudolf Sick gehörte zu den Fischern, die vor mehr als 100 Jahren erfolgreich gegen den Beschluss geklagt hatten, ihnen das Trocknen ihrer Netze am Strand zu verbieten. Daraufhin wurde der Bau des Niendorfer Hafens beschlossen.

Wenn Sie einmal bei einem kulturellen Projekt Unterstützung brauchen können, zögern Sie nicht, mich zu fragen. Zum Beispiel finden alljährlich die bundesweiten Vorlesetage statt, initiiert von der Stiftung Lesen. Das sind Aktionen mit hohem Aufmerksamkeitswert und noch höherem Ansehen. Vielleicht mag sich ja auch die Gemeinde Timmendorfer Strand einmal daran beteiligen.

Mit den besten Wünschen für Sie und alle,
die zu Ihnen stehen, verbleibe ich mit herzlichen Grüßen Ihr

 

Meine Antwort

Lieber Herr Sick,

vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen und Ihre guten Wünsche zu meiner Wiederwahl.

Mit ihren Anmerkungen zum Standort der Altglascontainer sprechen Sie ein Problem an, dem ich mich sicherlich in der nächsten Amtszeit widmen werde. Und ich bin zuversichtlich, dass auch die Gemeindevertretung entsprechende Initiativen durch ihre Beschlüsse unterstützt. Natürlich haben Sie völlig recht, dass Entsorgungscontainer nicht in Wohngebiete gehören sondern in unbewohnte Ecken unserer Gemeinde. Bei meinem letzten Besuch in Dänemark habe ich gesehen, dass dort in vielen Fällen die Entsorgungscontainer unter die Erde verlegt worden sind. Das Entsorgen der Flaschen geschieht über einen Einfüllstutzen, und das scheppernde Geräusch entsteht weit unten im Erdreich. So werden die Entsorgungsemissionen minimiert. Vielleicht lässt sich ein solches System auch in Deutschland initiieren, setzt jedoch voraus, dass die gesamte Entsorgungskette darauf abgestimmt wird. Eine solche nachhaltige Lösung wird also nicht von heute auf morgen umzusetzen sein. Bleiben wir also auf dem Boden und suchen zunächst nach anderen geeigneten Plätzen innerhalb unserer Gemeinde. Für entsprechende Vorschläge Ihrerseits bin ich offen. Die unschöne Eingangssituation am Strandpark ist mir auch bereits aufgefallen. Ich werde daher Ihre Anregungen an die zuständigen Mitarbeiter weiterleiten. Sicherlich kann man hier bald – unter Berücksichtigung der Pflanzzeiten – Abhilfe schaffen.

In Bezug auf unsere lärmenden Motorradgäste haben Sie das Problem richtig erkannt. Hier eine Lösung herbeizuführen, liegt nicht in der Macht der Gemeinde. Für den fließenden Verkehr ist die Verkehrspolizei zuständig. Wie ich aus einem kürzlich gesendeten Fernsehbericht weiß, ist es auch für die Polizei gar nicht so einfach, diesem Problem Herr zu werden. Es erfordert erhebliches technisches Know-how, um hier Verstöße nachzuweisen. Und ohne ein nachgewiesenes Delikt gibt es in unserem Rechtsstaat auch kein „Knöllchen“. Gleichwohl werde ich ihren Brief zum Anlass nehmen, die Verkehrspolizei auf ihre Wahrnehmungen mit der Bitte um Abhilfe hinzuweisen.

Ihr Engagement für kulturelle und soziale Projekte schätze ich sehr und möchte mich hierfür bedanken. Gerne werde ich auf Ihr Angebot zurückkommen, mit ihrer Hilfe das kulturelle Angebot in unserer Gemeinde zu bereichern. Nochmals herzlichen Dank für Ihre guten Wünsche.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Wie ich es sehe

Offener Brief / Email von Herrn Ganß

Sehr geehrter Herr Freitag,
sehr geehrte Mitleser,

Wie ich es sehe!

Herr Freitag, erinnern Sie sich noch an meine Mail? Sie waren erst 8 Wochen als CDU-Ortsvorsitzender gewählt worden und schon griffen Sie unsere Bürgermeisterin an, die gerade erst von schwerer Krankheit genesen war. Bezüglich Ihrer damaligen Angriffe auf Frau Kara kritisierte ich Ihr Verhalten und warf Ihnen unter Anderem vor, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben, nachdem Sie erst so kurze Zeit „im Amt“ waren. Und jetzt? Sie sind wohl in die Fußstapfen des damaligen Fraktionsvorsitzenden der CDU, Herrn Boeden, getreten, der zusammen mit Hern Kißmann (WUB) nach der Wahl Frau Karas in den Medien eine Kampagne gegen Frau Kara lostrat. Aus meiner Sicht war die schärfste Aussage beider Herren, Frau Kara würde spätestens nach 2 Jahren das Handtuch werfen. Trotz des Mobbings von Seiten der CDU und WUB trat diese gemeinsame Prognose nicht ein. Das zur Vorgeschichte.

Und nun präsentieren Sie mit anderen Parteien den Bürgern „einen tollen Hecht“, so outet sich aus meiner Sicht der Herr Wagner und die CDU und die anderen Parteien unterstützen ihn dabei. Für mich stellt sich die Frage, weshalb so ein „gewandter“Mann bisher lediglich in der mittleren Beamtenlaufbahn sein Leben gefristet hat? Na ja, in Westerland klappte es ja nicht mit Ihrem jetzigen Kandidaten Wagner. Warum wohl nicht?

Hat Herr Wagner es von CDU und WUB nicht erfahren, dass beide Parteien Herrn Volker Popp nicht mehr anlässlich der damaligen Bürgermeisterwahl im Jahr 2012 unterstützen wollten? Das kann man immerhin aus den Äußerungen Ihres Kanditaten Wagner aus den LN vom 29.03.18 entnehmen. Also ist er doch noch nicht so umfassend informiert, wie er vorgibt. Aus meiner Sicht: Ein Hans Dampf in allen Gassen. Wenn man seine berufliche Karriere mit seinem Gehabe vergleicht, dann ist für mich der Herr Wagner ein Schaumschläger und nichts weiter. Er sollte doch lieber nach dem Sprichwort handeln:

Schuster, bleib bei deinem Leisten.

 M.f. G.
H. Ganß
Dipl.-Verwaltungsbetriebsw. i. R.

Meine Antwort

Lieber Herr Ganß,

Lieben Dank für Ihre Mail vom 4. April, in der Sie aus Ihrer Sicht an kommunale Begebenheiten in Timmendorfer Strand in den vergangenen Jahren erinnern und sich im Weiteren mit der gegenwärtigen Bürgermeisterwahl beschäftigen.

Für Ihre damalige und heutige Unterstützung in der zitierten Auseinandersetzung mit einigen Herren in kommunalen Ämtern danke ich Ihnen. Gerade wenn man zu Unrecht angegriffen wird, tut Zuspruch und Unterstützung gut.  In der Tat schaue ich nicht nur auf sechs Jahre erfolgreicher Arbeit für unsere Gemeinde zurück. Vielmehr strebe ich an, auch in den nächsten sechs Jahren die Verwaltung unserer Gemeinde zu führen. Das wären dann insgesamt schon zwölf Jahre und nicht – wie von einigen Herren prognostiziert – zwei Jahre. Und ob sich noch eine dritte Amtszeit anschließt, sehen wir dann. In jedem Fall habe ich große Lust und Freude an meiner Arbeit und erhalte nicht nur von Ihnen sondern von vielen Bürgerinnen und Bürgern Inspiration, Unterstützung und Zuspruch. Dafür bin ich sehr dankbar und gehe daher davon aus, am 22. April von den Timmendorfern für eine weitere Amtszeit gewählt zu werden.

Soweit Sie sich zu einem Mitbewerber äußern, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihre Einschätzungen nicht kommentieren möchte. Die Fairness in einer demokratischen Wahlauseinandersetzung gebietet es mir, allen Mitbewerbern mit dem gebotenen Respekt und entsprechender Wertschätzung gegenüber zu treten, auch wenn dies nicht immer erwidert wird. Insbesondere gilt dies für Gäste, die nur für wenige Wochen in unserer Gemeinde weilen.

Gleichwohl erlaubt dieser Wettbewerb mir die Feststellung, dass ich mich von allen Bewerbern um das Bürgermeisteramt für am besten geeignet halte, für weitere sechs Jahre Ihre Bürgerbürgermeisterin zu sein. In diesem Sinne: Bleiben Sie mir gewogen, und kommen Sie am 22. April zur Wahl. Jede Stimme zählt!

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Hatice Kara
Bürgermeisterin

Abgeschlossenheitsbescheinigung/Teilungserklärung für Sondereigentum bei Neubauten

Frage vom 22. März 2018

Sehr geehrte Frau Kara,

Auch nach der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten sind und bleiben Sie für mich die Favoritin für dieses Amt. Es gibt jedoch eine Frage, deren Auflösung mich sehr interessiert.

Zu diesem Thema hatte ich bereits eine Anfrage an kandidatan-fragen gesendet. Dieses Anliegen wurde jedoch von Herrn Tscheuschner (ein neutraler Moderator wäre hier sicher wünschenswert) mit den Worten: „Die Shitstorm-Mails habe ich sofort gelöscht und dann gab es Anfragen zum Baurecht, die nehmen wir auch raus“ lapidar vom Tisch gewischt.

An dieser Stelle hatte ich die intensive Wahrnehmung, als Anwohnerin und Wählerin nicht ernst genommen zu werden. Das ist insofern sehr bedauernswert, als dass für mich gegebenenfalls dann nur eine Ausschlusswahlentscheidung möglich ist. Wenn ich es richtig verstanden habe verwehrt die Gemeinde aufgrund einer Verordnung aus dem Jahr 1990 seit kurzem die Abgeschlossenheitsbescheinigung für Neubauten.

Erklärt sich diese Entscheidung vor dem Hintergrund, mehr Wohnraum für Einheimische schaffen zu wollen und künftig zu vermeiden, dass noch mehr Ferienwohnungen entstehen, die nur kurze Zeit im Jahr bewohnt werden?

Das ist sicher ein bedenkenswerter Aspekt. Nur wird mit diesem Vorgehen auch Einheimischen die Möglichkeit verwehrt, eine Wohnung für den Eigenbedarf zu erwerben.
Es bedeutet für Anwohner, die dauerhaft in Timmendorfer Strand leben und eine Eigentumswohnung erwerben möchten, einen erheblichen Nachteil.

Sollte Ihre Entscheidung, die Aufteilung in Eigentumswohnungen bei Neubauten zu unterbinden mit den Plänen in Verbindung stehen, mehr Wohnraum für Einheimische zu schaffen, so wird mit diesem Verbot mit Sicherheit ein Teil potentiell dauerhafter Anwohner ausgeschlossen.

Freundliche Grüße
C. E.

Meine Antwort


Sehr geehrte Frau E.,

vielen Dank für Ihre Mail vom 22. März. Insbesondere habe ich mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen für die nächste Amtszeit sehr gefreut.

Die mangelnde Berücksichtigung Ihrer Anfrage gegenüber dem Moderator unserer Vorstellungsrunde, Herrn Klaus Tscheuschner, bedaure ich. In der Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen hat Herr Tscheuschner jedoch freie Hand. Ich kann auch nicht beurteilen, mit welcher Vielzahl und Unterschiedlichkeit von Empfehlungen für zu behandelnde Themen er konfrontiert wird und überlasse ihm schon aus diesem Grunde die Gestaltung der Fragerunden. Im übrigen steht es mir persönlich als Bewerberin um das Bürgermeisteramt – und somit direkt Betroffener – nicht zu, in irgendeiner Weise auf die Gestaltung der Vorstellungsrunden einzuwirken. Diese Zurückhaltung ist meinem Demokratieverständnis geschuldet. Bedauern würde ich es jedoch, wenn diese – von Ihnen so empfundene – mangelnde Wahrnehmung und Wertschätzung als Bürgerin und Wählerin von Ihnen mit einer Wahlenthaltung beantwortet würde. In der Bürgermeisterwahl zählt jede Stimme, und ich bitte Sie daher herzlich, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

In der Sache beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt: Tatsächlich liegt es im Interesse der Gemeinde, Wohnraum für Einheimische zu schaffen. Wir beobachten zunehmend, die Verdrängung von Einheimischen aus dem hiesigen Wohnungsmarkt durch überteuerte Kaufpreise bzw. Mieten. Dieser Verdrängungsprozess erfolgt in erster Linie durch Zweitwohnungen. Daher ist es unser Ansatz, durch die konsequente Anwendung des novellierten Baugesetzbuches die Entstehung von Zweitwohnungen einzudämmen. Gleichzeitig beabsichtigt die Gemeinde durch entsprechende Festsetzungen in den Bebauungsplänen zu regeln, wo vornehmlich Ferienwohnungen entstehen können und wo Dauerwohnraum für Einheimische gesichert werden soll.
Hierzu sind die neu gefassten Aufstellungsbeschlüsse zu den Bebauungsplänen sowie auch die alte Satzung der Gemeinde ein geeignetes Instrumentarium. Eine pauschale Aussage über die Verwehrung oder Erteilung von Teilungsgenehmigungen lässt sich aufgrund der Komplexität der Materie nicht treffen, denn bei jedem Antrag muss der betreffende Bebauungsplan als Grundlage für die Entscheidung geprüft werden.

Im übrigen weist Ihre Fragestellung zutreffend auf das eigentliche Problem der rechtssicheren Abgrenzung der verschiedenen Kaufinteressenten hin. Wer ist „alteingesessener“ Einheimischer und wer ist der erst kürzlich hinzugezogener Neubürger, der nur an einer Feriennutzung der Immobilie interessiert ist? Allein die Angabe „Timmendorfer Strand als erster Wohnsitz“ wird für diese Definition nicht ausreichen und ist im übrigen leicht manipulierbar. Leider sieht das öffentliche Baurecht nur in sehr begrenztem Maße eine entsprechende Nutzungsverpflichtung vor.

Sie sehen, liebe Frau E., dass es sich bei dem von Ihnen aufgeworfenen Problem um eine komplexe Fragestellung handelt. Jedoch ist unsere Gemeinde nicht alleine betroffen. Diese Verdrängung ist auch in Scharbeutz zu beobachten. Daher arbeiten derzeit beide Kommunen gemeinsam an einer Überarbeitung der Satzung nach §22 BauGB. Bis dahin versuchen wir als Verwaltung auch immer eine „Zwischenlösung“ im Interesse aller Beteiligten zu finden.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen etwas zur Klärung beigetragen zu haben. Wenn noch Fragen bestehen oder Sie einen konkreten Fall haben, kommen Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch vorbei (Vorzimmer: Frau Rode 807133).

Viele Grüße aus dem Rathaus

Ihre Hatice Kara
Gemeinde Timmendorfer Strand
Die Bürgermeisterin

Anwort von Frau E.


Sehr geehrte Frau Kara,

vielen herzlichen Dank für die freundliche und ausführliche Antwort. Tatsächlich scheint der Zusammenhang komplexer zu sein als vermutet. Mir war anfangs unverständlich, aus welchem Grund die Wohnungen der beiden großen Häuser in Niendorf mit jeweils etwa 60 Wohneinheiten als Eigentumswohnungen verkauft werden dürfen, geplante Wohnungen der Firma … in der Wohlburgstraße jedoch nicht.

Und vor allem die Wohnungen am Kurpark sollen keine Abgeschlossenheitsbescheinigung erhalten. Tatsächlich habe ich mich schon lange vor Baubeginn für eine dieser Wohnungen interessiert. Leider hat sich die Fertigstellung sehr in die Länge gezogen, so dass ich mich zwischenzeitlich für eine Wohnung in der … entschieden habe als ich von Hamburg hierher zog. Dennoch habe ich weiterhin großes Interesse an dieser Wohnung,…

In der Hoffnung, dass sich dieses Rätsel einmal auflösen oder die derzeitige Sachlage vielleicht ändern wird.

mit vielen Grüßen
C. E.

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